Napoleonweber

 

Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung:    Singvögel (Passeri)
Familie: Webervögel (Ploceidae)
Gattung: Feuerweber (Euplectes)

 

Napoleonweber im Prachtgefieder   Napoleonweber im Ruhegefieder

 im Prachtgefieder             im Ruhegefieder   


Beschreibung
Der Napoleonweber (auch bekannt als Tahaweber) erreicht eine Körpergröße von elf Zentimeter. Die Männchen lassen sich gut von Hennen unterscheiden, wenn sie ihr Brutkleid tragen. Diese sind dann auf dem Kopf, Rücken, Nacken, Bürzel, Oberschwanzdecken, Brust und Flanken gelb. Schnabel, Wangenflecke, Stirnstreifen, Kinn und Kehle, Bauch und Unterschwanzdecken schwarz. Die Flügeldecken, Flügel und der Schwanz sind schwarzbraun mit gelbbraunen Säumen. Die Augen sind dunkelbraun und die Füße bräunlich fleischfarben.

Die Weibchen, sowie auch die Männchen im Ruhekleid, sind oberseits graubraun und schwarz gestreift. Die Brust ist gelblich und gestreift. Die restliche Unterseite ist weißlich. Gelbliche Gesichtszeichnung und streifige Flanken sind Hauptmerkmal beim Unterschied vom Weibchen zum Männchen.

Verbreitung
Das Hauptverbreitungsgebiet der Webervögel liegt in Afrika südlich der Sahara. Einige Arten sind auch im gemäßigten Europa, Asien und Südasien sowie in Australien angesiedelt.


Lebensweise
Die überaus geselligen Webervögel, wozu auch der Napoleonweber gehört, bewohnen offene Graslandschaften oder Baum- und Buschlandschaften in der Nähe von Gewässern. Zur Brutzeit nisten sie auch gerne in größeren Kolonien, die eine Größe von bis zu 200 und mehr Einzelnestern erreichen können. Außerhalb der Brutzeit kann man sie in großen Scharen antreffen. Sie leben polygam, dass heißt, ohne eine feste Paarbindung.

Nahrung
Der Napoleonweber, wie auch die meisten anderen Arten, ernähren sich überwiegend von Insekten, Grassamen und auch zum Teil von Früchten.

Ich verfüttere Exotenfutter, welches aus verschiedenen Sämereien besteht. Des weiteren Salatgurke, Salat und auch Obst wie zum Beispiel Äpfel, Birnen und Bananen, je nach dem was im Handel angeboten wird. Ansonsten sollten Mineralien und Grit immer zur Verfügung stehen.


Fortpflanzung
In der Regel wird der Nestbau vom Männchen übernommen. Dieser baut im Gezweig oder zwischen Schilfhalmen einen sorgfältig gewebten Ring aus Pflanzenfasern, der nach beiden Seiten zu einem kugelförmigen Nest erweitert wird. Der Eingang befindet sich dabei an der Unterseite und gleicht einer ausgezogenen Röhre. Nach Fertigstellung des Nestes führt das Männchen dem Weibchen dieses vor. Dem Weibchen bleibt die Wahl des Partners überlassen, dass heißt, sie sucht sich ein Nest aus. Hat sich das Weibchen für ein Nest entschieden, so wird es vom dazugehörigen Männchen begattet. Nun muss sich das Männchen noch beeilen, um noch vor Eiablage des Weibchens das Nest auszupolstern.

Das Weibchen legt drei bis vier Eier, welche bis zum Schlupf der Jungvögel 14 Tage bebrütet werden. Da das Männchen sich nur in Ausnahmefällen am Brutgeschäft beteiligt, ist dieses zu diesem Zeitpunkt oftmals bereits wieder damit beschäftigt neue Nester zu bauen, um weitere Partnerinnen für sich zu gewinnen.

Gerade bei Webervögeln ist eine Nachzucht in Gefangenschaft sehr schwierig. Es gibt meines Wissens nach nur wenige Züchter die bei den Nachzuchten erfolge haben.