Endoparasiten

Trichomonaden (Trichomoniasis) Trichomonadose

Trichomonas gallinae – Tauben, Greifvögel, Kanarien, Papageien und andere Vögel

 

Trichomonas gehören zu der Klasse der Flagellata (Geißeltierchen) die eine birnenförmige Gestalt besitzen und 4 Vodergeißel und eine Schleppgeißel hat. Die Vermehrung erfolgt durch direkte Zweiteilung.

Die Trichomonaden sind empfindlich gegen Austrocknung, Wärme über 50°C und Desinfektionsmittel. In feuchtem Milieu bleiben sie jedoch sehr lange lebensfähig.

Sie parasitieren im oberen Verdauungstrakt (wie Rachen und Schnabel) der Wirtstiere und gelangen auch so ins Trinkwasser, wo sie rund 24 Stunden überlebensfähig bleiben.

Ein weiterer Übertragungsweg erfolgt durch die gegenseitige Fütterung der Altvögeln sowie das füttern der Jungtiere im Nest. Die Parasiten können auch bei einem gesunden Tier vorhanden sein, da diese längere Zeit im Kropf überleben können ohne das es zu einem Ausbruch der Krankheit kommen muss. Sie leben demnach solange im Gleichgewicht zwischen Wirt und Erreger, bis einer von Beiden überwiegt und es entweder zum Ausbrechen der Infektionskrankheit oder aber zur Eliminierung (Abtötung) des Erregers kommt.

Der Ausbruch der Krankheit hängt zum einem auch vom Lebensalter ab, wobei besonders Jungtiere empfänglich sind. Ferner können weitere Faktoren wie feine Verletzungen der Schleimhäute vom Kropf, Vitaminmangel sowie eine verminderte Resistenz die Trichomonaden begünstigen.

Da eine Behandlung von wildlebenden Tieren nicht möglich ist, sollte man daher an Futterstellen auf besondere Sauberkeit achten.

Wie verhält sich unser Tier:
Anzeichen für Trichomonaden können gelbe bis gelbgraue, käsige Beläge im Rachen und Schlundraum sein, sowie Entzündungen der Speiseröhre. Die Tiere wirken matt, apathisch und schlafen viel und zeigen ein stark aufgeplustertes Gefieder. Es treten auch Erbrechen, Gewichtsverlust, intensiv grünlicher Kot und Atemstörungen auf. Ein weiteres Anzeichen ist für eine Trichomonaden Infektion ein fauliger Geruch aus dem Schnabel.
In der Speiseröhre im seitlichen Halsbereich können Narben und bis etwa bohnengroße Knoten ertastet werden, die somit die Nahrungsaufnahme verhindern und meist der Tod durch verhungern eintritt.