Zebrafink

Zebrafink


Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Familie: Prachtfinken (Estrildidae)
Gattung: Zebrafinken (Taeniopygia)

 

Zebrafink Hahn und Henne

 links Henne und rechts mit Wangenfleck Hahn


Es gibt 2 Unterarten nämlich:
Timor-Zebrafink (Taeniopygia guttata guttata) Sunda-Inseln
Australischer Zebrafink (Taeniopygia guttata castanotis) Australien


Beschreibung:

Der Zebrafink erreicht eine Körperlänge von gut 10 cm und wiegt zwischen 10 und 12 Gramm. Die Geschlechter lassen sich sehr gut unterscheiden. Ein besonderes Merkmal beim Männchen sind die zebraartigen Querstreifen auf der Brust und im Kehlbereich. Auch der recht große orangefarbene Wangenfleck ist nur beim Männchen vorhanden. Insgesamt ist das Gefieder beider Geschlechter überwiegend graubraun gefärbt. Unter den Augen sind je ein weißer und ein schwarzer senkrechter Streifen zu erkennen. Der Schwanz ist überwiegend schwarz. Der kurze aber kräftige Schnabel sowie die Füße sind rötlich gefärbt, wobei der Schnabel beim Hahn eine kräftige rote Färbung aufweist. Bei den Füßen zeigen drei Zehen nach vorne, eine Zehe zeigt nach hinten.

Zebrafinken können (in ihrer Heimat) bei Wassermangel längere Zeit ohne Wasser auskommen. Sie sind in der Lage, die Funktion der Nieren auf ein Minimum zu reduzieren. Dadurch wird der Wasserverlust durch die Nierenfunktion drastisch reduziert. Zebrafinken sind sehr gesellige Vögel, die in sehr großen Schwärmen leben.


Verbreitung:

Das Verbreitungsgebiet der Zebrafinken und ihren zwei Unterarten erstreckt sich über weite Teile des Australischen Kontinents sowie den Kleinen Sunda-Inseln. In Australien bewohnen sie die trockenen Gebiete, meist die im Landesinneren. Meist sind sie in der Nähe von Wässerquellen anzutreffen.


Nahrung:

Die Nahrung der Zebrafinken besteht hauptsächlich aus Sämereien und Insekten. Samen werden meist auf dem Erdboden gesucht wohingegen Insekten auch im Flug erbeutet werden. Da die Zebrafinken tagaktive Vögel sind, gehen sie ausschließlich tagsüber auf Nahrungssuche. Wasser wird über so genanntes Saugtrinken zu sich genommen. Dabei nehmen sie binnen kürzester Zeit relativ große Mengen an Wasser auf.

Ich verfüttere Exotenfutter, welches aus verschiedenen Sämereien besteht. Des weiteren Salatgurke, Salat und auch Obst wie zum Beispiel Äpfel, Birnen und Bananen, je nach dem was im Handel angeboten wird. Ansonsten sollten Mineralien und Grit immer zur Verfügung stehen.


Fortpflanzung:

Zebrafinken sind mit etwa sechs Monaten Geschlechtsreif und wenn sich ein Paar gefunden hat, so leben sie in lebenslanger Einehe. Gebrütet wird in ihrer Heimat nur während der Regenzeit. Da es sich um Kolonienbrüter handelt bevorzugen sie die Nähe von Artgenossen, wobei der Bereich um das eigene Nest erbittert verteidigt wird. Das Nest, welches in Astgabeln, Dornenbüschen oder Erdhöhlen errichtet wird, übernimmt in der Regel das Männchen, wohingegen das Weibchen dieses auspolstert.

In der Literatur ist leider immer die Rede davon, dass Zebrafinken ein Schlafnest brauchen. Das ist absoluter Unsinn und sollte nicht befolgt werden, da es nur zu einer Brut animiert bzw. anregt. Die Zebrafinken schlafen genauso auf Ästen wie alle anderen Vögel auch. Wenn man absolut keinen Nachwuchs haben möchte, kann man auch eine Gruppe jeweils eines Geschlechtes (nur Hähne oder nur Hennen) halten. Zebrafinken sind auch recht erfinderisch was die Wahl eines Nistplatzes angeht, so kann es durchaus vorkommen dass sie für ihre Eier dafür den Futternapf verwenden. In dem Fall sollte man die Eier rausnehmen.

Das Weibchen legt meist fünf Eier, die von beiden Partnern über einen Zeitraum von 15 bis 16 Tagen ausgebrütet werden. Die Küken schlüpfen in der Regel in einem Zeitraum von zwei bis drei Tagen und bleiben etwa bis zum 22.- 25.Tag im Nest. Während dieser Zeit werden sie von beiden Eltern gefüttert. Die Gefiederfärbung zum erwachsenen Gefieder stellt sich etwa mit 3 Monaten ein. Die Lebenserwartung eines Zebrafinken liegt bei etwa 9 Jahren.

Nest  Kueken  Kueken 2

Nest mit Küken                                ein Tage altes Küken             schon bald vollständig befiedert 


Kurze Geschichte der Zebrafinken:
Die ersten Zebrafinken wurden vermutlich um 1840 nach England eingeführt und 1958 wurde er als domestizierte Art erklärt. Zebrafinken sind inzwischen in über 60 Farbschlägen weltweit vertreten. In Australien existiert noch die eigentliche Wildform sowie der Artverwandte Timor Zebrafink.